Montag, 28. Juli 2014

Ninja-Nacht 2014



Ju-Jitsu, Taekwondo, Aikido, Japanisch, Ninja-Kunde, Kung-Fu und Bogenschießen. Volles Programm für die jungen und auch älteren Ju-Jitsuka des Dojo Musashi.

Nach dem großen Erfolg der Ninja-Nacht 2013 war es keine Frage mehr 2014 muss unbedingt wieder eine Ninja-Nacht stattfinden.

Am Freitag war es dann endlich soweit und Kinder wie auch einige Erwachsene des Ju-Jitsu Dojo der SG Leinzell, fanden sich ein um ein gemeinsames Wochenende zu verbringen. Im Rahmen des Saison-Abschluss-Trainings wurden den Kindern, die mit viel Spaß und Begeisterung dabei waren, die Grundzüge der Ninja-Kampfkünste erläutert. Nach dem Aufwärmen ging es dann an´s Eingemachte. Das Schärfen der Sinne. Die Ninjas hatten die Aufgabe sich durch die Reihen der Samurai zu "schleichen", wobei das Schleichen, in Verteidigungsstellung und natürlich auf der Tatami stattfand. Die blinden Samurai (in Wirklichkeit hatten sie Ihre Augen fest geschlossen) mussten die durchschleichenden Ninja ergreifen wobei sie sich nur auf Ihr Gehör verlassen durften. Schnell stellten die Kinder fest, dass das Eine so schwierig wie das Andere war. Noch schwieriger gestaltete sich der Zweite Teil der Ninja-Übung, nun mussten die Ninja einen Weg  überqueren der von aufmerksamen und nun "sehenden" Samurai bewacht wurde. Ganz andere Fähigkeiten waren nun gefragt, Täuschung, Ablenkung und vor allem Schnelligkeit, waren nun die Devise. Samurai wie Ninja bewältigten Ihre Aufgaben mit Bravour. Weiter ging es im Programm mit einer Einführung in die Grund-Tritt-Techniken des Taekwondo. Jetzt hatten die Ninja des Dojo Musahi die Aufgabe auf Brusthöhe hängende Tonkrüge, durch einen Kick gezielt zu zerschlagen. Die Luftballone, die als "Tonkrug" herhalten mussten machten ihre Sache ganz gut. Genauso gut wie die Ninja-Krieger, die Alle ihr "Ziel" erreichten.

Nach einer Pause mit Ninja-Keksen, von Vorstandsvorsitzenden Karin Zeller selbst gebacken, und noch mehr Erzählungen über die mysteriöse Welt der Ninja ging es dann zum Höhepunkt des Abends dem Kampfsport-Lehrgang mit Aikido Meister Christian Krabbe.

Der Meister zeigte den Budoka zuerst einmal eine minimal abgewandelte Form der Fallschul-Übungen, die sie bereits aus dem Ju-Jitsu kennen. Besonderen Wert legte der Aikido Meister auf die Ausführung der Fallschule unter dem Aspekt der "Mitte" und des "Inneren Kreises" sowie der Beachtung des Eigenschutzes durch exakte Körper-, Kopf, Arm- und Handhaltung. Im Anschluss führte Christian Krabbe die Budoka des Dojo Musashi in die Welt des Aikido ein, lehrte Würfe, Techniken und Hebel aus dem Aikido Repertoire um diese dann nach einiger Übungszeit, mit Techniken aus dem klassischen Ju-Jitsu, zu kombinieren oder zu verknüpfen. Die Pausen des mehrstündigen und anstrengenden Lehrgangs nutzt der Meister, der viele Jahre in Japan gelebt und studiert hatte, mit einem Lehrprogramm in Japanischer Sprache und Schrift. 
In amüsanter Weise erfuhren die Sportler des Dojo Musashi so unter anderem, dass das Schriftzeichen von Frau kombiniert mit dem  Schriftzeichen für Haus, nicht nur für Sicherheit sondern auch für Billig steht. Natürlich müsse man beachten, dass es zur Zeit der Entstehung dieser Schriftzeichen Zalando noch nicht gab.

Viel zu schnell verstrich die Zeit und nach Vesper, Ninja-Theorie und einem "Ausflug" ins ferne China und die Welt des Kung-Fu, legten sich die nun müde gewordenen Ninja auf Ihre Tatami zur Nachtruhe.

Denn schon am nächsten Morgen nach dem gemeinsamen Frühstück, wanderten mehr als 20 Ninja bergauf zum Bogenschießplatz des Leinzeller Schützenvereins um sich in einer weiteren Kunst zu üben die die Ninja vorzüglich beherrschten dem Bogenschießen.

Unter Anleitung der Bogenschützen-Trainer des Schützenvereins, erwiesen sich die Ninja aus dem Hause Musashi als richtige Talente.

Regen verkürzte das Schießvergnügen um etwa eine halbe Stunde und die Ninja brachen nach einem donnernden Applaus und Dankeschön für die Instruktoren des Schützenvereins Leinzell auf zur letzten Station des Wochenendes, Mittagessen und Abbau des Ninja-Lagers.